Aktuell

Alles was Sie über Leptospirose und akutes Nierenversagen wissen müssen

08.03.2012 - Chur

15.03.2012 - Basel

29.03.2012 - Wigoltingen/Hasli

 


 

Ringversuch #3

(Excel-Datei)

 


 

à la carte Menu für adulte Hunde und Katzen (pdf)

 


 

Buch:

Labor + Praxis

2. überarbeitete Auflage

 


 

Informationen zum

Leberegelbefall

 


 

Informationen CRP

 


 

Impftiterkontrolle gegen Impfverdrossenheit

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Nachweis von pathogenen Erregern mit PCR

Aus biologischen Proben wie Blut, Urin, Kot, Gewebe und Exsudaten können mittels PCR (polymerase chain reaction) spezifische Teile aus der DNS bzw. RNS von pathogenen Erregern gewonnen und bestimmt werden. Da diese Methode höchst empfindlich ist, werden weder vorausgegangene Anreicherungen in Kulturen noch grössere Mengen an Probematerial benötigt. In gewissen Momenten kann eine Verunreinigung mit den gleichen Erregern wie z.B. Staphylokokken ein Problem darstellen, wenn die Proben nicht lege artis entnommen wurden.

Probenmaterial

Eine PCR macht Sinn, wenn

  • eine Bakteriämie/Virämie vorliegt,
  • die Erreger das Zielorgan erreicht haben und klinische Symptome auslösen,
  • noch keine Therapie gegen die pathogenen Erreger begonnen wurde.

Bei Verdachstmomenten kann es sinnvoll sein, biologische Flüssigkeiten vor einem Therapiebeginn im Kühlschrank aufzubewahren, damit bei Bedarf PCR in einem späteren Zeitpunkt noch nachträglich durchgeführt werden können.

Blutproben

Nur EDTA- und Zitrat-Blut ist für PCR geeignet. Heparin kann die Reaktion stören. Blutproben nicht gefrieren. Sie können aber mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Andere biologische Flüssigkeiten

Urin, Punktate, Synovia, zerebrospinale Flüssigkeiten sind für eine PCR geeignet. Je nach Test werden 0.5 – 5 ml Flüssigkeit benötigt, die in sterilen Röhrchen ohne Zusätze aufbewahrt und versandt werden können. Auch diese Proben sollten nicht gefroren werden.

Kotproben

Kotproben (2 Gramm genügt) können in sterilen Röhrchen ohne Zusätze versandt werden.

Tupferproben für PCR

Proben müssen mit trockenen und sterilen Tupfern entnommen werden. Bitte KEIN Transportmedium verwenden. Für gleichzeitig durchzuführende bakteriologische Untersuchungen müssen separat Tupferproben MIT Transportmedium entnommen werden.

Biopsien und Organmaterial

Die Proben werden am besten in sterilen Röhrchen oder Szintillationsfläschchen (können bei uns angefordert werden) in isotoner Kochsalzlösung eingesandt.

 

Beurteilung der Resultate

Positives PCR-Resultat
Die gesuchte DNS/RNS konnte nachgewiesen werden.
Vorsicht

  • Kein Hinweis möglich, ob Erreger lebend und vermehrungsfähig ist
  • Kontamination in Betracht ziehen.

Negatives PCR-Resultat
Die Probe enthält die gesuchte DNS/RNS nicht oder ist in so kleiner Menge vorhanden, dass sie nicht amplifiziert werden kann.
Vorsicht:

  • Unzweckmässiges Probenmaterial
  • Probe enthält Heparin
  • Transport länger als 48 Stunden
  • Probe mehrmals gefroren (z.B. Babesia)

Pathogene Erreger

Erreger

Material

Menge

Kommentar

Anaplasma spp. (CGE)

EDTA-Blut

1 ml

4 Tage nach Infektion nachweisbar, vor Serokonversion

Babesia spp.

EDTA-Blut

0.5-1 ml

Erreger vor Serokonversion (erst ca. 2 Wochen nach Infektion) nachweisbar. Falsch negative PCR, wenn nur wenige Erreger in den Erythrozyten vorhanden sind.

Bartonella henselae

EDTA-Blut

0.5-1 ml

Katzen können über Monate und Jahre bakteriämisch bleiben; meist symptomlos.
Bestimmung sinnvoll, wenn Katzenbesitzer immun-supprimiert sind.

Borrelia spp.

 

 

Mit PCR kann eine bestehende Infektion nachgewiesen werden. Nur ansteigende oder hohe Serum-Titer sind für eine laufende Infektion beweisend. Ausnahme: C6-Antikörper werden nur nach Infektion aber nicht nach Impfungen gebildet. Negative PCR schliesst eine Borreliose nicht aus, da der Erreger nicht überall nachgewiesen werden kann.

 

Synovia

0.5 ml

Lahmheit

 

EDTA-Blut

0.5-1 ml

Akute, fieberhafte Erkrankung, Probeentnahme vor Antibiotikum-Therapie

Urin

5 ml

Akute, fieberhafte Erkrankung, Probeentnahme vor Antibiotikum-Therapie

Zerebrospinal-Flüssigkeit

0.5ml

 

Calicivirus (felines)

Tupfer

 

Konjunktivale oder oropharyngeale Abstriche

Chlamydophila felis

 

 

Mit Tupfer möglichst viel lokales Gewebe aufnehmen, da Erreger intrazellulär ist.

Tupferprobe

 

Konjunktivitis

Tupferprobe

 

Probeentnahme von Nase und Pharynx bei Erkrankungen des Respirationsapparates

Vaginaltupfer

 

Nach Aborten

Chlamydophila psittaci

Kloakentupfer, ev. Kot

 

Bei Vögeln oft symptomlos; Infektion kann Monate lang dauern. Klinisch erkrankte Tiere scheiden mehr Keime aus als latent infizierte. Ev. Mehrmals testen, da intermittierende Ausscheidung möglich

Coronavirus (canines)

Tupfer aus Rektum

 

Das canine Coronavirus kann nur in der ersten Woche der Infektion nachgewiesen werden

EDTA-Blut

0,5 – 1 ml

Nur zu Beginn einer akuten, fiebrigen Gastroenteritis nachweisbar

Coronavirus (felines)

Kot, Rektaltupfer

2 Gramm Kot

Erfassung von Virusausscheider (interessant für Züchter)

Punktat von Effusionen (z.B. Ascites)

0.5 ml

Positive PCR zusammen mit klinischer Erkrankung, therapieresistentem Fieber, Serologie und typischen klinisch-chemischen Befunden

Ehrlichia canis

EDTA-Blut

1 ml

4 Tage nach Infektion nachweisbar, vor Serokonversion

FeLV (Progenom)

EDTA-Blut

1 – 2 ml

Nur sinnvoll bei Verdacht auf FeLV und negativem Befund beim Nachweis auf FeLV-Antigen, ist auch abhängig vom "Provirus Load" der infizierten Zellen

FIV (Progenom)

 

 

Serokonversion erst nach 2 – 4 Wochen, nicht bei allen infizierten Tieren

Lkn-Aspirat

 

 

EDTA-Blut

1 – 2 ml

Oft nur positive PCR zu Beginn klinischer Symptome

Herpesvirus I (canines)

Gewebsproben von toten Welpen: Leber, Niere, Milz, Lunge

ca. 2 Gramm

Akute Todesfälle bei Welpen jünger als 3 Wochen alt

Abortmaterial

ca. 2 Gramm

 

Vaginaltupfer

 

Nach Abort

Tupferproben von Nase, Maul und Pharynx

 

 

Herpesvirus (felines)

 

 

Chronisch infizierte Tiere scheiden Herpesviren intermittierend aus

Herpesvirus (felines)
(Fortsetzung)

Augentupfer

 

Keratokonjunktivitis

Tupfer

 

Probeentnahme von Nasensekret und Pharynx bei Rhinotracheitis

Vaginaltupfer

 

Nach Abort

Abortmaterial

 

 

Leishmania spp.

Konjunktiva-Tupfer

 

Sehr zuverlässig, positive PCR vor Seroconversion

Lkn-Punktat

 

Lymphadenopathie

Knochenmark-Punktat

 

Als Therapiekontrolle (Aufwand?!)

Wundsekret

 

Chronisch infizierte Wunden, klinischer Verdacht auf Leishmaniose

Leptospira spp.

EDTA-Blut

0.5 – 1 ml

Erfolgreiche PCR in den ersten 2 Wochen nach Infektion; vor AB-Therapie, vor Serokonversion möglich

Urine

5 ml

Später als 2 Wochen nach Infektion Nachweis im Urin zuverlässiger. Dauerausscheider auch nach Wochen und Monaten erfassbar. Ausscheidung inter-mittierend → ev. mehrmalige Bestimmung notwendig

Mycoplasma haemofelis / Candidatus Mycoplasma haemo-minutum

EDTA-Blut

0.5 ml

Früher Haemobartonella felis.
PCR Mittel der Wahl zum Nachweis dieser Erreger

Parvovirus (canines und felines)

Rektaltupfer, Kot

 

Ausscheidungsdauer: 4 – 14 Tage nach erfolgter Infektion. Schnelltest sind aber meistens zuverlässig und eine PCR nicht notwendig

Staupe

 

 

Die Virusreplikation erfolgt ca. 1 Woche nach Infektion

EDTA-Blut

0.5 – 1 ml

Nur wenn fieberhafte, klinische Erkrankung

Konjunktival-Tupfer

 

Klinische Erkrankung mit ausgeprägter Konjunktivitis

Zerebrospinal-Flüssigkeit

0.5 ml

ZNS-Symptome

Rektaltupfer

 

Klinische Symptome inkl. Gastroenteritis

Toxoplasma gondii

 

 

Nur hohe oder ansteigende Antikörpertiter erlauben die Diagnose einer laufenden Toxoplasmeninfektion. Der Nachweis mittels PCR aus Kot ist schwierig, da mittels Labormassnahmen die Oozysten kaum aufge-schlossen und die DNS nicht freigelegt werden kann.

EDTA-Blut

0.5 ml

Bei fieberhaften, klinischen Erkrankungen

Zerebrospinal-Flüssigkeit

0.5 ml

Bei zentralnervösen Störungen

Abortmaterial

 

Plazenta, ZNS von abortierten Foeten, Vaginaltupfer

Bronchial-Lavage

5 ml

Erkrankung des Respirationsapparates

 

Kontakt / Contact

Labor Laupeneck AG
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