Aktuell

Alles was Sie über Leptospirose und akutes Nierenversagen wissen müssen

08.03.2012 - Chur

15.03.2012 - Basel

29.03.2012 - Wigoltingen/Hasli

 


 

Ringversuch #3

(Excel-Datei)

 


 

à la carte Menu für adulte Hunde und Katzen (pdf)

 


 

Buch:

Labor + Praxis

2. überarbeitete Auflage

 


 

Informationen zum

Leberegelbefall

 


 

Informationen CRP

 


 

Impftiterkontrolle gegen Impfverdrossenheit

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Leishmaniose

Erreger

Leishmania donovani, Leishmania infantum; parasitiert in Zellen des retikuloendothelialen Systems (RES).

Vorkommen

Mittelmeerländer, tropische und subtropische Gebiete Amerikas, Asiens und Afrikas.

Überträger

Schmetterlingsmücken (Phlebotomen)

Inkubationszeit

mehrere Wochen, Monate, bis Jahre.

Klinik

Zu Beginn unspezifisch: Gewichtsverlust, Apathie und Anorexie. Beim Hund stets generalisierte Form mit Hautveränderungen. Splenomegalie, Hepatomegalie, Lymphknotenschwellung, häufig Glomerulonephritis; Schuppung, Borken‑ und Knötchenbildung, Haarausfall im Bereich der Ohrmuscheln, Lidränder, Nasenrücken und an den Ellbogen. Zeitweise Fieber, Anämie. In endemischen Gebieten machen viele Hunde eine harmlos verlaufende, selbstheilende Leishmaniose durch, die eine weitgehende Immunität bewirkt.

Labor

Nicht-regenerative Anämie, veränderte Nieren- und Leberparameter. Hyperglobulinämie, Hypoalbuminämie, Proteinurie.

Diagnostik

Antikörpernachweis im Serum. Erregernachweis in Punktaten des Knochenmarks, der Lymphknoten oder ev. in einer Hautbiopsie (mikroskopischer Nachweis oder Kultivierung. Ev. PCR. Serologische Schnelltests nur für klinisch manifeste Fälle.

Therapie

Bei der Verwendung der aufgeführten Präparate werden die Parasiten in der Regel nicht vollständig eliminiert. Häufig sind mehrfache Behandlungsserien notwendig. Mit Ausnahme von Allopurinol sind die Behandlungen teuer und arbeitsintensiv.

  • Allopurinol (div. Produkte): 10-15-20mg/kg KG, 1 x täglich (p.o. während Wochen oder Monaten bis zur klinischen Heilung). Zu Beginn kann die Dosis bis auf 50mg/kg Kg/Tag angehoben werden.
  • Pentostam® (Na-Stibogluconat) 100mg/ml. 10mg/kg KG täglich über 2x10 Tage mit zehntägigem Intervall langsam i.v. oder auch s.c. Besser verträglich als GlucantimeR. Beide in der Schweiz nicht mehr erhältlich.
  • Glucantime® (Megluminantimonat). 10 Injektionen im Abstand von 24 Std. langsam steigern von 100mg auf 200mg/kg KWG s.c. oder langsam i.v., 10 Tage Pause, dann 200mg/kg tägl. über 10 Tage ev. bis über 40 Tage. Vorsicht: Nierenfunktion regelmässig kontrollieren! Nach neusten Informationen nicht mehr erhältlich?!
  • Neu steht uns Milteforan® (Miltefosin) von Virbac zur Verfügung. 2mg pro kg alle 24 Std. über 28 Tage. Allopurinol muss zusätzlich weitergegeben werden. Vorteil von Milteforan® Kann im Gegensatz zu andern Antimon-Präparaten vom Besitzer per os eingegeben werden. Nachteile von Milteforan®: Teuer; für einen Labrador betragen die Kosten ca. Fr. 400.-. Nebenwirkungen: Durchfall, Erbrechen, Anorexie, Pankreatitis.

Nachkontrollen: Laboruntersuchungen

Antikörpertiter

Es besteht keine Korrelation zwischen der Höhe des Antikörpertiters und der Schwere der klinischen Symptome oder der Überlebenszeit. Der Antikörpertiter sagt auch nichts über die Prognose aus.

Harnuntersuchung

Zwischen der Überlebenszeit und dem Auftreten einer Proteinurie konnte ein signifikanter Zusammenhang festgestellt werden. Regelmässige Harnuntersuchungen sind sehr zu empfehlen. Der Index Eiweiss im Urin (Eiweissausscheidung) muss regelmässig kontrolliert und der Verlauf protokolliert werden. Ein vierteljährliche Überprüfung ist sinnvoll.
Mit einem Harnstatus weisen wir die Proteinurie etwas ungenauer nach, doch können aber zusätzlich im Sediment Xanthinkristalle nachweisen werden, was v.a.  bei einem Hund, der nicht unter Diät steht von Bedeutung ist.
Wir hoffen Ihnen im Verlauf der nächsten Monate einen Schnelltest vorstellen zu können, mit dem eine allfällige Mikro-Albuminurie diagnostiziert werden kann.

Biochemische Analysen

Niere

Um die grobe Funktion der Nieren zu kontrollieren, ist es sinnvoll Kreatinin, Harnstoff und Phosphor im Serum regelmässsig zu bestimmen; sicherlich aber, wenn der Index Eiweiss im Urin erhöht ist.

Chronischer Infekt

Infolge einer chronischen Stimulation des Immunsystems durch z.B. Leishmanien, finden man eine Erhöhung der Serumproteine. Bei einer aktiven Leishmaniose sehen wir häufig eine Hyperglobulinämie mit ev. gleichzeitiger Hypoalbuminämie (der Albuminspiegel sinkt zu Gunsten von Akutproteinen).

Blutstatus

Zwischen Überlebenszeit und dem Auftreten einer Lymphopenie konnte ein signifikanter Zusammenhang nachgewiesen werden. Eine Leishmaniose kann auch eine Anämie verur-sachen. Ein grosser Blutstatus gibt uns auch wertvolle Hinweise über das Krankheitsstadium eines Leishmaniose-Patienten.
Im Allgemeinen kann aber gesagt werden, dass bei allen Laboruntersuchungen ist eine Verlaufskontrolle der wichtigsten Parametern von grosser Bedeutung ist.

Neu bieten wir verschiedene Leishmanioseprofile an:

Grosses Leishmanioseprofil

Leishmaniose-Antikörpertiter
Kreatinin, Harnstoff, Phosphor
Albumin, Globulin
Grosser Blutstatus
Index Eiweiss im Urin

Mittleres Leishmanioseprofil

Kreatinin
Albumin, Globulin
Grosser Blutstatus
Index Eiweiss im Urin

Kleines Leishmanioseprofil:

Grosser Blutstatus
Index Eiweiss im Urin

Prophylaxe

Wirksame Chemoprophylaxe gibt es nicht. Noch keine Vakzine. Expositionsprophylaxe, d.h. das Meiden von Stichen durch potentielle Vektoren. Permethrinhaltige Antiparasitaria wie Advantix® (Provet), Exspot® (Provet), Scalibor® Halsband (Veterinaria) wirken auch als Repellent und reduziert die Befallsrate mit Phlebotomen substantiell. Sie sollten 2 Wochen vor Reiseantritt appliziert oder angelegt werden. Import von infizierten Hunden ist sehr fragwürdig (ev. Übertragung durch andere blutsaugende Insekten, Zoonose!)

 

Kontakt / Contact

Labor Laupeneck AG
Laupenstrasse 33
Postfach
CH-3008 Bern
Schweiz

Tel ++41 (0)31 381 4725
Fax ++41 (0)31 381 3414
Email:
labor@labor-laupeneck.ch

 

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag:
8.00 - 17.30
Samstag:
8.30 - 11.30

 

Information

Allgemeine Laborinformationen (pdf)